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Wettbewerbe und Projekte

Ausstellung „Begegnung“ im Staatlichen Schulamt Offenburg

Ausstellungsfläche: 6. 7. Stock , Treppenhaus, 1. Obergeschoss


Schulkunst ist immer an Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern orientiert. Gerade diese Orientierung gibt wichtige kreative Impulse für den Kunstunterricht. In Offenburg wurde nun das Thema "Begegnung" in Anwesenheit von Franz-Walter Schmidt (Ministerium für Kultus, Jugend und Sport), Joachim Schwab (Schulamtsdirektor) und Bernhard Peschke (Leitender Schulamtsdirektor) präsentiert.
Die Fotos zeigen die Beiträge der Realschule Oberkirch (bis Bildnummer 16) und herausragende Arbeiten von anderen Schulen des Ortenaukreises.
Unterstützt wurden die Schüler bei Ihren Kunstwerken von den Kunstlehrern Kerstin Scheuer, Michael Löffler und Roland Teufel. Organisiert und aufgebaut wurde die Ausstellung vom Schulkunstteam des Ortenaukreises: Joachim Schwab (Schulamtsdirektor), Winfried Eder (Oberstudienrat Schillergymnasium) und Roland Teufel (Realschule Oberkirch). Mitarbeit von Margit Teufel
Die Ausstellung ist bis zum 24. April 2010 in Offenburg im Opelhochhaus zu sehen.
Weitere Infos: BZ Artikel

Schulkunst auf sehr gutem Niveau

Im Opel-Haus, dem Sitz der Schulpsychologischen Beratungsstelle, werden Arbeiten von 100 jungen Künstlern aus
30 Schulen gezeigt.

„Begegnungen“ lautet das Motto der Arbeiten für die Schulkunstausstellung. Foto: Gertrude Siefke
Eine ausgesprochen abwechslungsreiche Palette an Ortenauer Schulkunst wird zurzeit im Opel-Haus an der Freiburger Straße gezeigt: Auf drei Stockwerken können hier bis Ende April rund 100 Arbeiten von Nachwuchskünstlern der verschiedenen Schularten betrachtet werden. Aus Platzgründen haben lediglich die Gymnasien in diesem Jahr auf eine Teilnahme an der Initiative des Kultusministeriums verzichtet.

Winfried Eder ist begeistert. Der Kunsterzieher am Schiller-Gymnasium, der gemeinsam mit Roland Teufel von der Realschule Oberkirch das Projekt Schulkunst im Ortenaukreis betreut, spricht von einem "sehr guten Niveau", das in diesem Jahr wieder erreicht wurde. Besonders "anrührend" findet er die Arbeiten aus den Sonderschulen und Grundschulen. Dieser frische, unverbrauchte Umgang mit Farben, Formen und Techniken gehe irgendwann verloren, an den weiterführenden Schulen spielten Kopf und Intellekt eine größere Rolle.

Beim Schulkunstprogramm des Landes Baden-Württemberg haben alle Zugangsweisen ihren Platz. Hier soll das breite Spektrum gezeigt werden, das unter Vorgabe eines bestimmten Themas erreicht wird. In diesem Jahr sind "Begegnungen" gefragt. Und die können sehr unterschiedlich ausfallen. Das Selbstporträt, die Konfrontation mit dem eigenen Ich, ist beliebt. Der Kuss findet seinen Niederschlag ebenso wie "Papa Rhin", der für französisch-deutschen Austausch sorgt. Giftschlangen aus Pappmaché treffen aufeinander, an der Decke baumeln drei riesige bunte Virennachbildungen, die auf die Begegnung mit menschlichen Zeitgenossen warten.

Schmale Figuren aus Alufolie markieren eine Menschenmenge, aus dünnem Draht sind übergroße Insekten geformt, die mit einem Blatt in Berührung kommen. Eines wird rasch deutlich: Begegnung, das ist ein weites Feld. "Wir weisen keine Arbeit zurück", betont Eder, es gibt auch keine Jury, die eine Wertung vornimmt. Wenn nicht alle Kunstwerke gezeigt werden, liegt das daran, dass die Wände und Stellflächen nur einen begrenzten Platz bieten.
Eine gewisse Auswahl muss getroffen werden, jede Schule soll quantitativ gleich vertreten sein. Zu gewinnen gibt es nichts. "Das ist uns in Zeiten, in denen der Preis oft eine Hauptrolle spielt, besonders wichtig", so Eder.

Wenn im Herbst das Jahresthema feststeht, können sich diejenigen Schulen melden, die sich beteiligen wollen. 30 Bildungseinrichtungen waren es diesmal. Im November 2009 fand dann für die Lehrkräfte eine Fortbildung im Schillergymnasium statt, bei der die Pädagogen Anregungen im Umgang mit dem Jahresthema erhielten. Im Dezember begann im Unterricht die Umsetzung. Nicht nur die Schüler würden sich ins Zeug legen, auch seinen
Kollegen bescheinigt Eder "sehr viel Engagement". Das sei nicht selbstverständlich, schließlich werde von den Lehrern immer mehr gefordert.

Am Mittwoch wurde die Schulkunstausstellung offiziell eröffnet. Bands der Theodor-Heuss-Realschule sorgten für peppige Rhythmen, Tilmann Kempf vom Autohaus sowie Joachim Schwab vom staatlichen Schulamt begrüßten die Gäste. Dass die Schulkunst in diesem Jahr ausgerechnet in der Freiburger Straße gezeigt wird, hat seinen Grund: Das sechste Stockwerk des Hochhauses wurde komplett für die Schulpsychologische Beratungsstelle ausgebaut,´die seit Juli 2009 hier eine Bleibe gefunden hat. Die von Architekt Frank-Michael Graf gestalteten Räume wurden im
Zuge der Vernissage ebenfalls vorgestellt.

Und wie geht es mit der Kunst weiter? Franz-Walter Schmidt vom Zentrum für Schulkunst in Stuttgart begutachtet derzeit alle Ausstellungen der 26 Regionalgruppen des Landes. Bis zu 250 Arbeiten werden am 8. Oktober im Rastatter Schloss bei der Landesausstellung gezeigt. Ein ordentlicher Prozentsatz davon wird aus der Ortenau stammen. Und mit "Holz" steht das Jahresthema für 2011 auch schon fest.

Artikel aus der Badischen Zeitung vom 26. März 2010